Sommerfest der Hüxstraße


und noch ein Rückblick

maKULaTUR vor der Tür

und ein Rückblick...


Montag, 10. Juli 2017

Fotos: Claudia Bachmann. Danke, Claudia!

Claudia Bachmann:

Blick zurück. Ein Foto- und Postkartenprojekt


8. Juli 2017 bei maKULaTUR

Claudia Bachmann, Filmregisseurin, Malerin, Fotografin in Berlin, hat mit Geflüchteten aus Syrien, dem Irak, dem kurdischen Gebiet im Irak und aus Libyen Gespräche geführt und rückt das Resumée in ein vor diesem Hintergrund ungewöhnliches Format ein:

Text- und Bildträger ist die Ansichtskarte. Der überschaubare Rahmen entpuppt sich als hintergründig - die Portraitierten,
befragt nach dem auslösenden Moment ihrer Flucht, lenken den Blick des Betrachters um in Richtung des Aussichtslosen, zum Zeitpunkt des Aufbruchs Erlebten, im Angesicht einen Schatten des Schreckens.


Die Künstlerin ist zugegen.

Wolkenkuckucksheim.tv XXL

(es geht weiter!)


Montag, 3. Juli 2017

Kommt zahlreich zu unserer nächsten Veranstaltung, einer ersten Kooperation mit den Freunden des Soli-Zentrums und einer zweiten XXL-Ausgabe von wolkenkuckucksheim.tv in den Räumlichkeiten der sozio-kulturellen Initiative!


Ort: SoliZentrum, Willy-Brandt-Allee 11, HL (rechts neben Walli und Treibsand-Gelände)

Zeit: Montag, 03. Juli '17 . Einlass ab 20 Uhr, Beginn ca. 20.30 Uhr.

Eintritt: Frei. Kauft Getränke und spendet.


Programm:
Audiac. (voc, keyb/electr, drums) Elektronisch episch emotional. Gewagt und konsequent in Form und Ausdruck. (Beim renommierten Klangbad-Label.)
Victoria Helene Bergemann. Slam-Poetin der Stunde. Verließ im Juni die Schleswig-Holstein-Slam-Meisterschaft als Siegerin.
Scorbut. (voc, git, percussion) Keine Unbekannten mehr in HL und UmgeBRD. Chanson Folkkrusten Rockreste. Tradition & Moderne. Hafenlieder & Rio auf Reisen.

Überraschungen


14.06.2017

Herr G., Fotograf und Kunde seit jeher, wies uns am 7. Juni auf einen Beitrag im Zeitmagazin-Newsletter hin, der ihm, der gerade unser Schaufenster für eben diesen Newsletter (Reihe 'Meine Lieblingsbuchhandlung') fotografieren wollte, zuvorgekommen sei. Darin, illustriert mit einem Schnappschuss unseres Fensters, eröffnet Zeitmagazin-Leserin Claudia Diers, warum unsere Buchhandlung ihr Favorit sei: "Ein Besuch dort ist immer gefährlich, weil ich am liebsten den ganzen Laden mitnehmen würde."

Uns freuen beide Beiträge - der zuvorgekommene und der durch den ihm zuvorgekommenen vorerst nicht zustandegekommene Beitrag. Und Herrn G. möchten wir ermuntern, jetzt unser neues Schaufenster mit den schönen Badenden des japanischen Holzbildhauers Koji Tanada (geb. 1968 in Hyogo, lebt und arbeitet in Kanagawa) aufs Korn zu nehmen und uns zuzusenden. Wir werden mit Vergnügen unser Foto (s. o., selbstgeknipst) durch seines ersetzen.


Was noch gesagt sein soll: Gleichermaßen erfreut zur Kenntnis genommen haben wir letztes Jahr im August die Ansicht unserer spätsommerlichen Gemüse-Hängung (Maarten Kolk: Doorgeschoten) von Olaf Lewitz nebst schönen Komplimenten, die uns als neue Google-Bebilderung überraschte und geblieben ist. Merci, O.L.

Gerät & Gefieder (der Frühling kehrt wieder)


Mai 2017

Richard Tuttle? Natürlich nicht. Jean Tinguely? Auch nicht. Andreas Slominski vielleicht? Alles falsch!

Ein zweckdienlicher Apparat, eine Vogelscheuche. Die Wetterfahne richtet den Propeller zum Wind, und sobald er sich dreht, wickelt sich eine Schnur, an deren Enden je eine Holzkugel befestigt ist, derart um die Achse, dass die Kugeln einen Trommelwirbel auf dem Boden des umgekehrten Emaillebechers entfachen, vermutlich laut genug, um es Vögeln und anderen Nutznießern der Feldfrüchte ungemütlich zu machen. So grob die Teile wirken, so fein läuft der Mechanismus.

Die kunstvoll-listige Konstruktion findet sich unter vielen wunderbar schlichten Alltagsgegenständen des ländlichen Portugal in Jasper Morrisons Buch 'The Hard Life' , eine wahre Fundgrube, näher beschrieben in unserer Rubrik 'Design'.

Aber Städter wie Naturfreunde wollen Vögel nicht verscheuchen, sondern sie beobachten, ihnen lauschen, auch von ihnen lesen. Und da wird ihnen in diesem Frühjahr allerhand Neues geboten: Von Jürgen u. Thomas Roths 'Kritik der Vögel' (Blumenbar) über Peter Krauss' 'Singt der Vogel, ruft er oder schlägt er?' (Matthes & Seitz in der Reihe 'Naturkunden'), Helen Macdonalds 'Falke', Thomas Schmidts 'Was piept und fliegt in Hamburg?' (ein vogelkundlicher Stadtführer, erschienen im Junius-Verlag und nicht nur für Hamburger interessant), Jennifer Ackermans 'Die Genies der Lüfte' bei Rowohlt bis hin zu Bernd Heinrichs 'Der Heimatinstinkt' über das Geheimnis nicht nur der Vogelwanderung, gleichfalls als ein Band der 'Naturkunden' bei Matthes & Seitz erschienen.

Weihnachtsbotanik


zum 24. Dezember 2016

'Dieses Gewächs...bringt Vorteile in vielerlei Hinsicht, will sagen, zunächst gegen Teufelskrankheiten und gegen Schlangen, und gegen wilde Tiere, und gegen Gifte, und für verschiedene Wünsche, und für Missgunst, und für Schrecken, und damit du der Gnade teilhaftig wirst, und damit du, falls du diese Pflanze mit dir führst, zu Wohlstand gelangst und große Anziehungskraft ausübst.'

Mit diesem Zitat aus einem angelsächsischen Heilpflanzenbuch des 11. Jahrhunderts wünschen wir den Freundinnen und Freunden unserer Buchhandlung ein zauberhaftes Weihnachtsfest und ein Jahr glücklicher Fügungen, freudiger Überraschungen und segensreicher Einflüsse.

(Botanische Illustration RG maKULaTUR)

maKULaTUR lädt zur schwedisch/deutschen Autorenlesung


Ann-Marie Ljungberg:
Mörker, stanna hos mig.
Dunkelheit, bleib bei mir.


Mittwoch, 23. November 2016
Dielenhaus, Fleischhauerstr. 79
20 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Buchhandlung,

diesmal möchten wir Ihnen ein verschattetes Kapitel der jüngeren schwedischen Geschichte vorstellen.
Wir laden herzlich ein zur

Autorenlesung mit Ann-Marie Ljungberg:
Dunkelheit, bleib bei mir.

Die Autorin liest aus dem schwedischen Original 'Mörker, stanna hos mig', Stockholm 2009, ihr deutscher Verleger Stefan Weidle aus der 2016 erschienenen Übersetzung von Eva Scharenberg


Schweden im Frühjahr 1940. Finnland und die Sowjetunion befinden sich in der letzten Phase des Winterkriegs. Während die schwedische Regierung auf Neutralität besteht, wünschen sich große Teile der Bevölkerung ein aktives Eingreifen. Im ganzen Land brodelt der Antikommunismus, bis er sich wenige Tage vor der Niederlage der Finnen gegen die Rote Armee im größten terroristischen Attentat der schwedischen Geschichte entlädt: Am 3. März sprengt eine Gruppe von Männern das Gebäude der sozialistischen Zeitung Norrskensflamman in Luleå nahe der finnischen Grenze in die Luft, mehrere Menschen sterben bei dem Anschlag.

Am Exempel der Stadt Luleå verdichtet sich wie im Brennglas die Spaltung der schwedischen Gesellschaft in ein traditionell mit Deutschland sympathisierendes Bürgertum und eine breite Arbeiterschaft von Sozialdemokraten und Kommunisten.

Ann-Marie Ljundberg entwickelt aus der Perspektive des verurteilten Journalisten Paul Wilhelmsson ein Psychogramm der Tätergruppe. Ausgehend vom Gerichtsprozeß kreisen Rückblicke und Zeitsprünge die Ereignisse erst weitläufig, dann in immer kürzeren Abständen ein. Das sukzessive Abtauchen in den Tunnel des Terrors verändert die Dynamik innerhalb der Gruppe, bis die Erzählung in der Nacht des Anschlags kulminiert.


Ann-Marie Ljungberg, geb. 1964 in Haparanda nahe Luleå, lebt in Göteborg. Für ihren Roman 'Simone de Beauvoirs hjärta' wurde sie 2005 für den Augustpriset nominiert, den renommiertesten schwedischen Literaturpreis. Den auf Fakten und Recherchen gegründeten Roman 'Mörker, stanna hos mig' hat OLa Larsmo, Präsident des schwedischen PEN, als besten Beitrag zum Zweiten Weltkrieg in der schwedischen Literatur gelobt.


Wir verbinden die Lesung mit einer Vorstellung des Bonner Weidle Verlags.